Zuchtziele



Die Zucht des Kleinen Münsterländers zielt darauf,
dem Jäger einen vielseitigen Jagdgebrauchshund in Feld,
Wald und Wasser zur Verfügung zu stellen.

Seine jagdlichen Anlagen, sein stabiles Wesen,
seine funktionelle Form und robuste Gesundheit
sollen ihn zu allen, in der Jagdpraxis anfallenden,
Arbeiten vor und nach dem Schuss befähigen.


Zuchtvoraussetzungen


a. Zur Zucht vorgesehene KlM müssen im Zuchtbuch des  
    KlM-Verbandes oder in einem von der F.C.I. anerkannten  
    Zuchtbuch eines ausländischen Zuchtverbandes
    eingetragen sein.

    Sollen KlM ausländischer Zuchtverbände in der Zucht
    eingesetzt werden, ist vor dem ersten Deckakt die
    Zustimmung des Verbandszuchtwartes erforderlich.


b. Sie müssen im Alter von über 15 Monaten dem Standard
    entsprechen und in Form- und Haarwert auf einer
    Zuchtschau des KlM-Verbandes mindestens die
    Bewertung „gut“ erhalten haben.

    In besonderen Fällen kann, nach Absprache mit dem
    Landesgruppenzuchtwart, eine vorläufige Form- und
    Haarwertbeurteilung außerhalb einer Zuchtschau
    vorgenommen werden.

    In diesem Fall muss der Hund vor erneutem
    Zuchteinsatz innerhalb von 12 Monaten noch einmal auf
    einer Zuchtschau des KlM-Verbandes vorgestellt werden.
    Die vorläufige Erstbewertung wird dadurch ungültig.


c. Sie müssen mittels Röntgenuntersuchung bezüglich
    Hüftgelenksdysplasie (HD) im Alter von über 12
    Monaten den Nachweis erbringen, dass sie frei von HD
    leichten, mittleren oder schweren Grades sind.

    Ein Paarungspartner muss HD- frei sein.

    Zur weiteren Reduktion des HD-Risikos bedient sich der
    KlM-Verband der Zuchtwertschätzung.

    Die Zuchtwerte der Nachkommen einer geplanten
    Paarung sollen im Zuchtwert HD mindestens den Wert
    100 oder höher erreichen.


d. Sie müssen zum Zeitpunkt der ersten Zuchtverwendung
    (Decktag) mindestens 18 Monate alt sein.


e. Sie müssen den Spur- oder Sichtlaut auf einer
    Verbandsprüfung nachgewiesen haben oder nach
    Absprache mit dem Landesgruppenzuchtwart in
    Anwesenheit von zwei Verbandsrichtern nachweisen.


f. Sie müssen den Nachweis der jagdlichen Anlagen und
   Leistungen erbringen.

   Entweder:
   durch Bestehen der VJP und HZP mit dem bestandenen
   Leistungsfach „Stöbern mit Ente im deckungsreichen
   Gewässer“ oder

   durch Bestehen der VJP und VGP, mit dem Leistungsfach
   „Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer“ oder
   durch Bestehen der VJP und VPS mit dem bestandenen
   Leistungsfach „Stöbern mit Ente im deckungsreichen
   Gewässer“ oder

   durch Bestehen der HZP, bestandener Arbeit auf der
   Hasenspur und bestandenem Leistungsfach „Stöbern mit
   Ente im deckungsreichen Gewässer“ oder

   durch Bestehen der VGP, bestandener Arbeit auf der
   Hasenspur und bestandenem Leistungsfach „Stöbern mit
   Ente im deckungsreichen Gewässer.



   Bei allen Varianten muss das Leistungsfach „Stöbern mit
   Ente im deckungsreichen Gewässer“ mindestens mit der
   Bewertung „gut“ bestanden worden sein.

   Wurde auf einer bestandenen HZP, VPS oder VGP das
   Leistungsfach „Stöbern mit Ente im deckungsreichen
   Gewässer“ wegen behördlichen Verbots nicht geprüft, gilt
   die bestandene JGHV- Ersatzarbeit.

   Eine auf einer Verbandsprüfung gearbeitete Hasenspur  
   wird gewertet, auch wenn der Hund die Prüfung insgesamt
   nicht bestanden hat. Hat der Hund nur die HZP o.Sp oder
   eine VGP bestanden, gelten als Ersatz für die fehlende
   Hasenspur die Leistungszeichen Verlorenbringer (Vbr)
   oder  Armbruster Haltabzeichen (AH).